Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung

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Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung

Die Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung widmet sich thematisch der heraufziehenden alternden Gesellschaft.

Aktuell ist das Schreckgespenst der alternden Gesellschaft vorrangig besetzt mit wachsenden gesellschaftlichen Kosten, volkswirtschaftlichem Verlust durch die abnehmende Zahl der Erwerbstätigen und – damit einhergehend – einer wachsenden Zahl von Versorgungsempfängern, von denen viele letztendlich in Demenz verfallen und ihr Schicksal in Pflegestätten vereinsamt beschließen müssen.

Aber das ist ein Zerrbild. Die Vorstellung einer heraufziehenden alternden Gesellschaft sollte nicht angstbesetzt sein. Im Gegenteil: Der wachsende Anteil lebenskluger, gelassener, weniger politisch verführbarer Menschen kann durchaus positive Auswirkungen zeigen. Eine solche Gesellschaft kann mehr Toleranz, mehr Altruismus und mehr Solidarität versprechen.

Die in der Verfassung geschützte Menschenwürde gebietet es, einer alternden Gesellschaft Rahmenbedingungen zu eröffnen, in denen auch älteres und altes Leben zu achten und zu schützen die Verpflichtung aller staatlichen Gewalt ist. Die Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung will hierzu aus unterschiedlichen Perspektiven Aufklärung bieten. Dieses Ziel fördert die Cajewitz-Stiftung – gemäß ihres Satzungszwecks – auch mittels generationenübergreifender Begegnungen.

Band 8

Peter-Alexis Albrecht (Hrsg.):
Lasst der Jugend die Zukunft!
2019, 228 S., 3 s/w Abb., 4 farb. Abb., 149 s/w Fotos, geb., dt./russ., 978-3-8305-3905-6
(Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung, Band 8)
BWV – Berliner Wissenschaftsverlag

Die Berliner Cajewitz-Stiftung lud 2017 im Rahmen einer öffentlichen Trilogie „Unser Nachbar Russland“ zur Begegnung von jungen Russen und Ukrainern mit Berliner Senioren ein – im Anspruch und der Hoffnung, zu friedlicher und wirtschaftlich ausgeglichener Nähe zu den osteuropäischen Gesellschaften beizutragen.
Die Teilnehmer waren aufgerufen, gemeinsam über die friedensstiftende Funktion von Literatur und Recht zu debattieren. Die Ergebnisse des im Alltag aller Länder höchst selten stattfindenden Erfahrungsaustauschs zwischen Jung und Alt hält dieser Band in Texten und fotografischer Fixierung fest.
Die Gespräche zeigen deutlich: Erst wenn persönlicher Austausch im Wege gegenseitigen Sprechens und Zuhörens stattfindet, ist eine Basis für emotionale Nähe und für die Bereitschaft gegeben, Argumente der Vernunft und der Erfahrung zu konstruktivem Wissen zu fügen.
Der Jugend muss das letzte Wort bleiben: Ihr allein gehört die Zukunft. Hierfür müssen die Zivilgesellschaften den Rahmen organisatorisch gewähren und Ressourcen verfügbar machen. Nur dann kann Frieden dauer-
haft sein.

Band 7

Peter-Alexis Albrecht (Hrsg.):
Lebenskultur im Alter
2017, 272 S., 10 s/w Abb., 59 farb. Abb., 115 s/w Fotos, 167 Farbfotos, 18 farb. Tab., geb., 978-3-8305-3782-3
(Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung, Band 7)
BWV – Berliner Wissenschaftsverlag

Lebenskultur im Alter lebt von Voraussetzungen. Die Gesundheit, gern zuerst und zu oft allein angeführt, will durch geistige und soziale Anregungen gestützt und ergänzt werden. Die Lebensphase des Alters sollte an ein­er Lebenskultur orientiert sein, die nicht auf Animation, sondern auf Förderung der aktiven Eigeninitiative ausgerichtet ist: sicheres, erschwingliches Wohnen in einer Gemeinschaft, die Autonomie, Aktivität und Mitwirkung bietet. Es geht bei älteren Menschen um die Aneignung kultureller Anreize aus Kunst und Literatur, ferner um Kommunikation und kognitive Selbsterhaltung. Eine Utopie? Nein, diese Wohn- und Lebensform, genannt ­SozialesServiceWohnen, wird in den sechs Seniorenzentren der Cajewitz-Stiftung in Berlin-Pankow verwirklicht.
Die Texte und Fotografien dieses Bandes präsentieren im Detail drei Akzente des umfangreichen Kulturprogramms: Malerei, Musik und Tätige Erinnerung. Gemeinsam ist ihnen das Konzept der aktiven Mitwirkung im Dritten Le­bensalter. Das gemeinnützige Stiftungsmodell ermöglicht diese autonome Lebensform für Senioren: Ein Modellprojekt konstruktiver Hilfe in der Phase zwischen isoliertem Alleinleben und Pflegeheimunterbringung –­ zur Nachahmung durch Politik und Gesellschaft dringend empfohlen.

Band 6

Peter-Alexis Albrecht (Hrsg.):
Mein schönstes Kleid – Meditatives Innehalten – Dokumentiert von Christel Sperlich – Fotografiert von Irène Zandel
2017, 172 S., 78 s/w Fotos, geb. mit Schutzumschlag, 978-3-8305-3781-6
(Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung, Band 6)
BWV – Berliner Wissenschaftsverlag

10 Lebensgeschichten erzählen in diesem Band von konstruktiv begleiteten Wegen im dritten Lebensalter. Dieses ist in der Heiterkeit von Gemeinschaft besser zu bewältigen als in sozialer Einsamkeit.
10 Frauen sprechen eine lebendige und auch körperliche Sprache: in harmonischer, fließender Bewegung. Das Qigong-Erlebnis als körperliche Ausdrucksmöglichkeit schafft neue Verbindungen. Darin kann man Erlebtes wiedergeben und neu erleben. Gute und bittere Erfahrungen werden noch einmal im Tanz durchschritten. Dies führt zu beachtlicher Körperkräftigung, zu harmonischer Haltung und Balance.
10 Interviews sind Momentaufnahmen von Trecks und Trümmern, Verlust und Entbehrung, Liebe und Trennung, Freude und Glück. Auch der Tod ist im Blick. Das alles ist in diesem Band erfasst und dokumentiert in ergreifenden Texten. Es ist fotografisch erspürt und fixiert in intimen und entspannten Augenblicken meditativen Innehaltens – in Anmut und Würde und im Moment des Empfindens von Gemeinschaft.

Band 5

Peter-Alexis Albrecht (Hrsg.):
Schönheit & Last – Bildnisse vom Alter
2014, 288 S., 407 s/w Abb., geb., 978-3-8305-3390-0
(Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung, Band 5)
BWV – Berliner Wissenschaftsverlag

Das Alter ist eine Lebensphase, die Gelassenheit und Toleranz ermöglicht, mit neuen Perspektiven und neuen Erlebnisformen. Allerdings müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Und die muss die Gesellschaft schaffen. Ein Modellprojekt der Cajewitz-Stiftung in Berlin zeigt durch Fotografien und Selbsteinschätzungen: Das ist auch bei Hochaltrigen möglich.
Die drei Fotografinnen Ilona Ripke, Karin Wieckhorst und Irène Zandel, zwei aus dem Osten, eine aus dem Westen Deutschlands, haben sich der Aufgabe gestellt, Autonomie, Sicherheit, Kommunikation und Teilhabe im Alter zu erfassen.
Will man das einfangen, taugen Worte allein wenig. Die Balance von Schönheit und Last offenbart sich gerade in der fotografischen Kunst.
Die Veröffentlichung wurde bei dem Sächsischen Staatspreis für Design 2014 mit dem 2. Preis Kommunikationsdesign für die beste Buchgestaltung ausgezeichnet.

Band 4

Peter-Alexis Albrecht (Hrsg.):
ServiceWohnen als Zukunftsaufgabe einer alternden Gesellschaft
2011, 409 S., 40 s/w Abb., 139 farb. Abb., 23 Tab., geb. mit Schutzumschlag, 978-3-8305-1898-3
(Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung, Band 4)
BWV – Berliner Wissenschaftsverlag

In diesem Buch wird ein Stiftungsmodell vorgestellt, das nicht über öffentliche Mittel, sondern über das bürgerschaftliche Engagement privater Stifter realisiert wird. Die Dr. Walter und Margarete Cajewitz-Stiftung arbeitet seit 1979 kontinuierlich im Bereich der mildtätigen und gemeinnützigen Altenhilfe.
Es wäre wünschenswert, den Gedanken privater Stiftungsaktivitäten in viel breiterem Maße als bislang für ein SozialesServiceWohnen umfassenderer Art nutzbar zu machen. Die Geschichte der Cajewitz-Stiftung, die sowohl den Aspekt der Gemeinnützigkeit als auch den Aspekt der Angehörigenversorgung der Stifter wirkungsvoll belegt, mag den einen oder anderen anregen, es diesen beispielgebenden Mäzenen gleichzutun. Damit würde man nicht nur älteren Menschen zu einem Leben in Würde verhelfen, sondern auch einer gesamtgesellschaftlichen Zukunftsaufgabe begegnen, die mit der alternden Gesellschaft auf uns alle immer stärker zukommen wird.

Band 3

Peter-Alexis Albrecht (Hrsg.):
Zeitströme – Lebenslinien im realen Sozialismus der DDR: Mitwirkung und Anpassung
2011, 339 S., 33 s/w Abb., 9 farb. Abb., geb. mit Schutzumschlag, 978-3-8305-1897-6
(Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung, Band 3)
BWV – Berliner Wissenschaftsverlag

Die Nachzeichnung von Lebenslinien aus dem realen Sozialismus ist eine Art von Selbstbehauptung gegenüber der westlichen Ignoranz, im damaligen gesellschaftlichen Alltag der DDR nichts aber auch gar nichts als wertbeständig zu respektieren. Aber es war eben gelebtes Leben und die Menschenwürde gebietet die Achtung auch vor Lebensformen, die in kritikwürdigen Rahmenbedingungen stattfanden. So wird dieses Buch jene enttäuschen müssen, die auf der Suche nach Widerstand und Opposition im realen Sozialismus sind. In diesem Buch geht es um Mitwirkungs- und Anpassungsformen in einer Gesellschaft, die nach Westen hin zwar abgeriegelt war, aber in der es auch Glück, Zufriedenheit und Selbstverwirklichung gab. Es gibt von außen zahlreiche Interpretationsversuche über die Gesellschaft der DDR. Aber aus der Innenperspektive gibt es nur wenige Zeugnisse. Es fehlt nicht selten der Versuch, den Menschen zuzuhören und ihnen ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Reflektionen erst einmal abzugewinnen und zu dokumentieren. Das geschieht mit den Lebenslinien in diesem Buch, den zeitlosen Zeitströmen.

Band 2

Leslie Baruch Brent:
Ein Sonntagskind? – Vom jüdischen Waisenhaus zum weltbekannten Immunologen
2. Aufl. 2016, 360 S., 38 s/w Fotos, kart., 978-3-8305-3674-1
(Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung, Band 2)
BWV – Berliner Wissenschaftsverlag

Jeder, der das Buch lesen wird, wird von ihm gefangen sein. Welch Leben! Bei allem Unglück oder trotz des Unglücks der Kindheitsjahre ist ein so reiches Erleben, konstruktives Wirken und kritischer Mut in eindrucksvoller Sprache belegt, dass man still und demütig wird. Die Einzigartigkeit dieses Buches liegt darin, dass es mit der schlichten Dokumentation von Lebensvielfalt und Lebenstiefe folgendes bewusst macht: Mit der Ermordung von Millionen Juden ist nicht nur deren physische Existenz beendet, sondern ein millionenfacher Verlust nicht vollendeter Lebenswege für die Betroffenen und für die Überlebenden herbeigeführt worden – ohne dass man sich dessen realiter bewusst ist. Für all diese Toten und ihre nicht vollendeten Lebenswege hat Leslie Baruch Brent ein Denkmal des Lebens gesetzt. Das Leben von Leslie Brent zeigt mehr als jedes Denkmal aus Stein, welch unermesslichen millionenfachen Verlust auch die überlebende Menschheit durch den Holocaust erfahren hat. Insofern hat Leslie Brent nicht nur seinem Vater, seiner Mutter, seiner Schwester und allen von den Deutschen Ermordeten einen unermesslichen Dienst erwiesen. Sein Vater hat es gewusst: Sunday’s Child!

Buchpremiere „Ein Sonntagskind?” am 11. September 2009

Band 1

Peter-Alexis Albrecht, Leslie Baruch Brent, Inge Lammel (Hrsg.):
Verstörte Kindheiten – Das Jüdische Waisenhaus in Pankow als Ort der Zuflucht, Geborgenheit und Vertreibung
2008, 240 S., 181 s/w Abb., geb. mit Schutzumschlag, 978-3-8305-1571-5
(Schriftenreihe der Cajewitz-Stiftung, Band 1)
BWV – Berliner Wissenschaftsverlag

Begibt man sich mit wachem Blick in ein altes Haus, stößt man unweigerlich auf Spuren seiner früheren Bewohner. Eine behutsame Rekonstruktion legt nicht nur die Schichten der baulichen Auskleidung frei. Vielmehr finden sich die Spuren derer, die in den Mauern des Hauses ihr Leben verbrachten. Die bauliche Wiederherstellung des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses in Berlin-Pankow offenbart das Schicksal der Kinder, die hier Zuflucht suchten. Wenn der Restaurator unter hastig übertünchten Deckenelementen eines früheren Betsaals Symbole jüdischen Glaubens freilegt, wird zugleich die Geschichte einer Vertreibung erzählt. Einer Vertreibung von Kindern, denen das Waisenhaus mit seinen schweren Mauern als besonders behüteter Ort erscheinen musste. Die ehemaligen Zöglinge berichten über eine „Verstörte Kindheit“, in der sie gezwungen waren, den Ort zu verlassen, der ihnen Heimat war. Und in der sie mit ansehen mussten, wie ihre verbliebenen Freunde und Lehrer im Holocaust ermordet wurden. So wird aus der Chronik eines Bauwerks die bewegende Lebensgeschichte seiner Bewohner.

Buchpremiere „Verstörte Kindheiten” am 9. November 2008

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Cajewitz-Stiftung

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Telefon: 030–47 48 21 76
Vermietung und Kulturkoordination
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Büroadresse
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Senioren-Service Pankow GmbH
Geschäftsführerin: Gudrun Kossmann

 

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